VDR konfigurieren um den internen IR Port zu nutzen

Welche Hardware geeignet ist, kann unter Bau IR Empfänger
für internen IR Port nachgelesen werden.

Damit der interne IR Port genutzt werden kann, muss er aktiviert werden.
Auf meinem Board gibt es folgende Optionen für den Onboard IR Port disable, IrDA
und ASKIR. Ich nutzte IrDA. In einem anderen BIOS kann es auch SIR "weissdergeier"
heißen.

Da das benötigte lirc_sir.o Modul für den internen IR Port der Distribution nicht beiliegt, muss es
übersetzt werden. Dazu müssen eine Entwicklungsumgebung, LIRC und die Kernel Sourcen installiert
werden. Am besten schon mal gleich ins /usr/src Verzeichnis wechseln.

Entwicklungsumgebung:

apt-get install gcc g++ libc6-dev libncurses5-dev dpkg-dev make patch fakeroot

Kernel Sourcen:

apt-get install kernel-source-2.4.24-ctvdr-2

LIRC Sourcen:

von www.lirc.org herunterladen und in /usr/src entpacken.

Am besten erst einmal vdr und lirc anhalten.

/etc/init.d/vdr stop
/etc/init.d/lirc stop

Jetzt noch kurz die Sourcen entpacken und einen symoblischen Link setzten. Einige Software setzt ein
/usr/src/linux
Verzeichnis voraus.

tar -xjvf kernel-source-2.4.24-ctvdr-2.tar.bz2
ln -s kernel-source-2.4.24-ctvdr-2 /usr/src/linux

Ok, so weit, so gut.
Jetzt sind wir bei dem ersten Problem angelangt. Nachdem die Kernel Sourcen in /usr/src entpackt wurden, muss
das Makefile des Kernels angepasst werden. Bitte die Änderungen in Kernel patchen durchführen.

Sollte die Datei nicht gefunden werden, bedeutet dies entweder, das die Sourcen nicht in /usr/src entpackt wurden,
oder der symbolische Link ("ln -s" siehe weiter oben) /usr/src/linux nicht gesetzt wurde.

Jetzt dem Kernel die originale Konfigdatei unterjubeln.

cp /boot/config-2.4.24-ctvdr-2 /usr/src/linux/.config
cd /usr/src/linux
make menuconfig


Sollte make menuconfig einen Fehler bezüglich ncurses erzeugen, habt ihr beim Installieren der Entwicklungsumgebung, die libncurses5-dev vergessen (siehe weiter oben). Beim Verlassen des Programms unbedingt abspeichern, da diese Aktion ein paar Dateien
generiert.

make dep

cd /usr/src/lirc-0.x.x
./configure

Nach dem Konfigurieren ist es wichtig, LIRC ##NICHT## zu installieren. Wir brauchen nur das Modul !!
Im configure "Programm" folgende Punkte auswählen. Hier der Schnelldurchlauf:

1. Driver configuration
6. IrDA hardware
1. SIR IrDA
COM Port auswählen (in meinem fall COM2 0x2f8, irq 3) und mit Ok bestätigen
3. Save configuration and & run configure

Welchen Port ihr braucht, kann man Mittels cat /var/log/messages | grep ttyS überprüfen. Damit werden alle COM Ports ausgegeben.

make clean && make

wenn kein Fehler aufgetreten ist:

cp drivers/lirc_sir/lirc_sir.o /lib/modules/2.4.24-ctvdr-2/misc

Sollte das Kopieren nicht geklappt haben, dann gab es beim Compilieren ein Problem. Noch mal make aufrufen und den Fehler beheben.

Jetzt müssen ein paar Konfigurationsdateien angepasst werden, da die originale Installation von einem LIRC am seriellen Port ausgeht.
Die folgenden Dateien, wie in folgenden links beschrieben, modifizieren:

/etc/modutils
/etc/modutils/aliases
/etc/modutils/lirc
/etc/lirc/hardware.conf

Jetzt muss die /etc/modules.conf Datei neu erzeugt werden.

update-modules

Jetzt das lirc_serial modul entladen und testen, ob es auch wirklich nicht mehr vorhanden ist.

rmmod lirc_serial
lsmod | grep lirc

Sollte die zweite Zeile lirc_serial ausgeben, ist mit dem Entladen des Moduls etwas schief gegangen. Das Modul darf nicht mehr vorhanden sein, da sich beide sonst auf den ttySx aufschalten wollen. Wenn es nicht gelingen sollte, noch einmal /etc/init.d/lirc stop
ausführen. Ansonsten einfach den vdr neu starten. Durch die geänderten config Dateien wird das lirc_serial Modul nicht mehr geladen.

So, ....... jetzt ein erster Test.

modprobe lirc_sir
lsmod | grep lirc

Dies sollte eine Zeile, in dem lirc_sir vorkommt, ausdrucken.
Wenn beim modprobe der Fehler "kernel version mismatch" auftritt, dann wurde vergessen, das Kernel Makefile zu patchen und/oder
die anderen Schritte auszuführen (siehe weiter oben).

Jetzt nur noch ein Test, ob die Hardware auch so will, wie wir wollen ;)

mode2

Dieses sollte dann Meldungen wie z.B.:

space xxxxxxxxx
pulse xx
space xxxxxxxxx
pulse xx

ausgeben.
Sollte dies nicht der Fall sein, dann am besten mal nachprüfen, ob die Hardware richtig funktioniert.

Wenn alles funktioniert, dann Mittels irrecord die neue Fernbedienung anlernen.

irrecord /tmp/lircd.conf

Wenn ein Fehler beim Ausführen angezeigt wird, dann läuft lirc wahrscheinlich noch.
Nachdem alle Tasten angelernt wurden, am Besten die Datei /tmp/lircd.conf nach /etc/lirc kopieren. Man sollte natürlich vorher eine Sicherheitskopie der Originalen erstellen. Dann die /etc/remote.LIRC.conf umbenennen und den vdr neu starten. Durch den Neustart wird
das Anlernen der Fernbedienung angestoßen. Wenn alle Tasten wie gewünscht belegt wurden, ist das Einrichten fertig.

Sollte der vdr beim nächsten Hochfahren die Fernbedienung erneut einrichten wollen, dann wurde aus irgendeinem Grund die remote.LIRC.conf nicht geschrieben. In diesem Fall per Hand nachhelfen.

cp /etc/vdr/remote.conf /etc/vdr/remote.LIRC.conf

Jetzt die remote.LIRC.conf editieren und alles, bis auf die LIRC Einträge entfernen.

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